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Wehr geht gut gerüstet in den "Erstangriff" Altlussheim. Plötzlich war es so weit: Die Rolltore gingen hoch, durch Nebelschwaden fuhr der Star des Abends zur eindrucksvollen Musik von "Das Boot" auf das Feuerwehrhaus zu. Mit einem großen Programm weihten Gemeindeverwaltung und Freiwillige Feuerwehr Altlußheim am Freitagabend ihr neues, modern ausgestattetes Löschgruppenfahrzeug "LF 20/16" ein. Der rot-weiße 15-Tonner von Iveco-Magirus dient den Floriansjüngern künftig als "Erstangriffsfahrzeug" im Brandfall. Kommandant Peter Bierlein begrüßte zu der Feierstunde zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen die Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein, den Bundestagsabgeordneten Olav Gutting, Gemeinderäte, Vertreter benachbarter Feuerwehren sowie aus der Partnergemeinde Gersdorf, von Polizei und Deutschem Roten Kreuz. Vorgänger fast 40 Jahre im Dienst Das alte Tanklöschfahrzeug, das vor 40 Jahren in Dienst gestellt worden war, sei stets "ein treuer Begleiter" gewesen, um die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr zu erhalten, nun aber sei eine Neuanschaffung notwendig geworden. Bierlein dankte besonders Bürgermeister Hartmut Beck, der Verwaltung und dem Gemeinderat, aber auch den Kameraden Uwe Pflüger, Kurt Zahn, Holger Pflüger, Friedbert Bierlein, Burkhard Krenzer und dem stellvertretenden Kommandanten Thorsten Lehrenkrauß für die "tatkräftige Unterstützung", vor allem in der "heißen Endphase" der Anschaffung. Der Dank galt auch den Vertretern der Firmen Iveco-Magirus und MAN sowie dem Förderverein und der gesamten Einwohnerschaft von Altlußheim, in deren Besitz das neue Fahrzeug schließlich sei. Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde könne auch künftig auf ausreichend Ehrenamtliche, eine gute Ausbildung und eine gute Ausrüstung mit Fahrzeugen und Geräten bauen. Modernste Technik kostspielig Bürgermeister Hartmut Beck freute sich darüber, dass das liebevoll "alter Tanker" genannte bisherige Löschfahrzeug die Wehr nie im Stich gelassen habe. Das neue, "kraftvolle und dynamische" Auto an eine "tüchtige und aktive Mannschaft" zu übergeben, sei eine besonders schöne Aufgabe für den Rathaus-Chef. Modernste Technik sei heute kostspielig, so Beck weiter, das "LF 20/16" schlägt mit rund 310 000 Euro zu Buche, für Altlußheim bedeute es aber auch "ein Stück mehr Sicherheit". Dass die Neuanschaffung kein Bonus oder Geschenk an die Altlußheimer Wehr ist, machte die anschließende Schlüsselübergabe deutlich. Der kleine Moritz Köhler, sechs Jahre alt und in einigen Jahren vielleicht auch einmal bei der Jugendwehr, übergab feierlich einen Schlüssel in gebackener Form an Bürgermeister Hartmut Beck und an Kommandant Peter Bierlein. Pfarrer Jürgen Grabetz und Pfarrerin Rike Gabriel dankten den Feuerwehrleuten für ihren selbstlosen Einsatz für die Gemeinschaft und segneten das neue Fahrzeug. Die Segnung des Autos entspreche zugleich dem Segen für Menschen, die Hilfe bräuchten, dafür beteten die Vertreter der Kirchen mit der Festgemeinde. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Manfred Mayer überbrachte Glückwünsche für eine "allzeit gute Fahrt". Steffen Kretschmar und André Legies von der Freiwilligen Feuerwehr Gersdorf übermittelten neben den Glückwünschen aus der Altlußheimer Partnergemeinde auch ein Banner für die Fahne sowie 60 Liter "Löschwasser" in Form von Bier. Erste Spritztouren mit Gästen Im Namen der Kommandanten des Unterkreises Schwetzingen überreichte Walter Leschinski aus Schwetzingen schließlich ein kleines Geschenk an die Altlußheimer Kameraden. Mit dem Badner Lied, intoniert vom Spielmannszug der Feuerwehr, endeten die offiziellen Feierlichkeiten. Danach ging es für einige Gäste auf Spritztouren mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug. "Florian Altlußheim 44/2", so die Funk-Bezeichnung des neuen Wagens, war endgültig in Dienst gestellt.
Quelle:
Von Volker Widdrat Schwetzinger Zeitung 24. August 2009 http://www.morgenweb.de
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