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Hauptübung 2010 - Firma Zechel
Am Freitagabend war das Gelände der Firma Zechel in Altlußheim von blinkenden blauen Lichtern erhellt, auf dem Hof standen Feuerwehrautos und an der Straße jede Menge Zuschauer. Grund dafür war die Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Altlußheim. Denn der stellvertretenden Kommandant Thorsten Lehrenkrauß hat die Firma zum Übungsobjekt auserkoren und die Übung so ausgearbeitet, dass das Szenario durchaus an jedem Arbeitstag so passieren könnte. Bei der Abfahrt im Feuerwehrgerätehaus hatten die Feuerwehrleute lediglich die Information „Werkstattbrand bei der Firma Zechel, eine Person vermisst“. Dort angekommen erfuhr die Einsatzleitung von den Mitarbeitern, dass in der Werkstatt, welche an die Produktionshalle angrenzt, bei einer Schweißarbeit eine Explosion entstand. Der Arbeiter konnte mit starken Verbrennungen von seinen Kollegen aus dem Gefahrenbereich gerettet und nach draußen gebracht werden. Dass Feuer griff jedoch schon auf die Produktionshalle über und breitet sich weiter aus. Die Mannschaft des ersten Löschfahrzeugs machte sich sofort für die Menschenrettung und Brandbekämpfung bereit und war innerhalb kürzester Zeit im Gebäude. Unterdessen stellten die Mitarbeiter fest, dass noch zwei weitere Kollegen fehlen. Ein Arbeiter meinte sich zu erinnern, dass jemand kurz vor dem Brand noch etwas in den Lagerraum im Keller bringen wollte. Kurz nach dieser Information meldete sich auch schon den Angriffstrupp, dass er mittels Wärmebildkamera eine verletzte Person in der Produktionshalle gefunden hat, und diese ins Freie bringt. Auch die Besatzung des zweiten Einsatzfahrzeuges nahm ihre Arbeit sofort auf, um die Kameraden zu unterstützen. Wären die Trupps mit den Pressluftatmern im Gebäude auf Personensuche waren, war draußen eine junge Dame mit der Atemschutzüberwachung beschäftigt. Denn diese durchzuführen ist in der Feuerwehrdienstvorschrift 7 vorgeschrieben, was auch sinnvoll ist. Hierbei werden alle Atemschutzgeräteträger im Einsatz registriert. Durch zeitliche Kontrolle und regelmäßiger Abfrage der noch vorhandenen Atemluft, erhöht sich die Sicherheit der Atemschutzgeräteträger enorm. Diese Überwachung wird nun schon seit einigen Jahren praktiziert und muss sehr gewissenhaft und mit größter Genauigkeit durchgeführt werden. Im Keller wurde auch die zweite vermisste Person bald gefunden. Doch bei dieser Rettungsaktion verletzte sich ein Feuerwehrmann und musste selbst vom Sicherungstrupp nach oben getragen werden. Auch an eine ausreichende Wasserversorgung hatte die Einsatzleitung gedacht. Ein weiteres Feuerwehrfahrzeug legte eine Schlauchleitung vom Hydranten auf der Straße in den Firmenhof. Im Anschluss wurde das Gebäude belüftet und so wieder Rauchfrei gemacht. Der Rauch wurde durch eine Nebelmaschine erzeugt und war so für die Zuschauer und Darsteller völlig ungefährlich. Ziel dieser Übung war es Bürgermeister Hartmut Beck, den anwesenden Gemeinderäten und allen Besucher zu zeigen, dass die 26 Übungsteilnehmer gut zusammenarbeiten. Der Innenangriff mit der neuen Wärmebildkamera und die Erstversorgung der verletzen Personen wurde ohne Probleme umgesetzt. Die Führungskräfte erkannten die Lage schnell, gaben entsprechende Einsatzbefehle und reagierten wenn sich die Lage veränderte sofort. Kommandant und Unterkreisführer Peter Bierlein war stolz auf seine Feuerwehr, und bekam dies von Bürgermeister Beck und Thomas Brenner von der Firma Zechel bestätigt. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Axel Schuh verfolgte die Übung aufmerksam und konnte sich bei der Übungskritik nur positiv äußern. Und gleich nach dem Aufräumen veränderte sich die Lage erneut, ungeplant. Die Funkmeldeempfänger ertönten und riefen zum richtigen Einsatz. In der Kurpfalz- Straße brannte eine Hecke. Sofort wurde ein Löschangriff aufgebaut und das Feuer gelöscht. Ein Nachbar hatte schon erste Löschversuche mit dem Gartenschlauch vorgenommen und trug somit dazu bei, dass die Einsatzkräfte mit nicht allzu großer Verzögerung zu ihrem verdienten Essen kamen. K.D.
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