Drei Tage hieß es wieder: Extremcamping und Lagerfeuerromantik. Auf der Festwiese am Rhein steppte zum 39. Mal der Bär beim Jugendzeltlager der Freiwilligen Feuerwehr. Die Altlußheimer Floriansjünger hatten eingeladen und alle waren gekommen. Ab Freitag füllte sich die Festwiese mit Mannschaftszelten, gleich vorne das große Wirtschaftszelt, das Treffpunkt für Jung und Alt, Feuerwehrler und Bürger ist, dahinter ein großer Sanitärbereich mit Freiluftduschen, es folgend die Zelte der Lagerleitung und das Sani-Zelt. Daran reihten sich die Gäste aus nah und fern ein. Das ist so wortwörtlich zu nehmen, Reilingen, Ketsch, Brühl und Plankstadt darf man durchaus als „nah“ bezeichnen, zu Gast waren aber auch die Wehren aus Wilthen in Ostdeutschland, Tuttlingen, Wörth und Düren sowie Gäste aus dem Odenwald und dem Kraichgau, hier fand man Angelbachtal, Heiligkreuzsteinach, Tairnbach und Gaiberg.
Von A bis Z wie Zuzenhausen Kommandant Peter Bierlein konnte so am Freitagabend die Jugendwehren von A bis Z - von Altlußheim bis Zuzenhausen - begrüßen. Insgesamt knapp 450 Teilnehmer kampierten für drei Tage am Rhein und hatten jede Menge Spaß. Neben dem Schirmherrn des Zeltlagers, Bürgermeister Hartmut Beck, waren noch zahlreiche Ehrengäste zu begrüßen. Dazu hatte der Spielmannszug der Altlußheimer Wehr unter der Leitung von Werner Wittke flotte Lieder einstudiert, die auch die Willkommensgrüße von Bürgermeister Beck einrahmten. Für den Freitagabend war eine Liveband engagiert, die Hockenheimer Youngsterband „Failed“ heizte im Gemeinschaftszelt kräftig ein. Leon Fuchs (Drums), Marvin Merkhofer und Manuel Künzig (Gitarre, Backvocals), Dennis Brandenburger (Bass) und Nico Cicalone (Vocals) rockten eine Stunde einen Coversong nach dem andern. Von Mando Diao über Beatsteaks bis hin zu Lenny Kravitz brachten sie das Publikum zum Jubeln und mitrocken.
Youngsterband „Failed“ heizt ein Gegen halb zehn brachen dann die Jugendgruppen zur Nachtwanderung auf. Hier ging es in Richtung „Sauloch“ und dazwischen waren einige Stationen zu absolvieren, wo Quizfragen beantwortet werden mussten. Gut, wer bei der Begrüßungsfeier aufgepasst hatte, welche Farbe des Bürgermeisters Krawatte hatte (Hartmut Beck war im legeren Polohemd erschienen). Früh am Morgen sorgt die Lagerzeitung „Lagerblitz“ dafür, dass alle Neuigkeiten, Bilder und das Programm für den kommenden Tag in den Zelten verbreitet wurden. Die Redaktion im Zelt der Lagerleitung legte hierfür jeweils eine Nachtschicht ein. Spiele ohne Grenzen und Tauziehen standen am Samstag auf dem Programm. Dank des guten Wetters marschierte die eine oder andere Gruppe an den Blausee, um dort im erfrischenden Wasser herumzutoben.
Teamgeist bei Lagerolympiade Nach dem Abendessen legte „DJ Wolle“ im Gemeinschaftszelt auf und bei der Lagerdisco konnten sich alle austoben, die am Tag noch nicht genug Bewegung hatten. Die kommt auf keinen Fall zu kurz, denn zwischen den Zelten ist genug Platz für Frisbee, Fußball und Badminton. Die Lagerolympiade am Sonntag verlangt neben Geschicklichkeit und Kraft auch jede Menge Teamgeist. Die einzelnen Mannschaften kämpfen verbissen um den Sieg, natürlich immer mit einem Lachen im Gesicht, denn der Spaß steht an oberster Stelle. Schwammwerfen, Bälle mit einem Wasserstrahl die Leiter raufjagen und Wassertragen mittels Schubkarren brachten eine Menge Gaudi. Nachdem sich alle beim Mittagessen gestärkt hatten, gab es noch Tauziehen der Gruppen U16 und U18, nach der Siegerehrung hieß es dann langsam zusammenpacken. Feldbetten, Schlafsäcke und Zelte wurden in den einzelnen Feuerwehrautos verstaut und ein rotes Fahrzeug nach dem anderen verließ Altlußheim in Richtung Heimat - die einen waren „um die Ecke“ zu Hause, andere hatten einige Hundert Kilometer vor sich. Einigkeit herrschte aber darüber - im nächsten Jahr, beim 40. Jugendfeuerwehrzeltlager sind alle wieder da - mit Sicherheit!
Quelle: Morgenweb.de Schwetzinger Zeitung 02. August 2010